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Agrarausschuss hat BDM-Forderungen abgelehnt
(Georg Keckl: 20.10.2008, Quelle "Top-Agrar-Online")

Der Agrarausschuss des Bundesrates hat heute die Beibehaltung der Molkerei- und Bundessaldierung beschlossen. Mehrere Länder brachten gemeinsam einen Antrag zur Verhinderung einer nationalen und einseitigen Milchmengenbegrenzung ein. Der Agrarausschuss stimmte dem Antrag zu.

Darin wurde sowohl einer Anhebung des Umrechnungsfaktors eine Absage erteilt als auch Änderungen am bestehenden System der Molkerei- und Bundessaldierung. Einseitige Mengeneinschränkungen ausschließlich in Deutschland ließen keine nachhaltigen Erzeugerpreissteigerungen erwarten und würden im EU-Binnenmarkt und sich öffnenden Weltmarkt verpuffen, hieß es in dem Antrag der Länder.

Was bedeutet die Abschaffung der Meiereisaldierung?
(Artikel des Bauernverbandes S-H vom 20.09.2008)

Anlässlich des Milchgipfels hat sich Bundesminister Seehofer dafür ausgesprochen, entsprechend einem Antrag Bayerns im Bundesrat die Meiereisaldierung abzuschaffen. In einer Pressemitteilung seines Ministeriums heißt es dazu, dass die Bundesländer ebenfalls den Antrag unterstützen wollten, so dass mit einer Abschaffung der Meiereisaldierung noch in diesem Wirtschaftsjahr zu rechnen sei.

Von daher stellt sich die Frage, wie sich die Abschaffung für den einzelnen Milcherzeuger auswirkt, und insbesondere für die Überlieferer.

Der Wunsch nach gerechten Milchpreisen
(Georg Keckl: Vortrag am 16.9.2008 vor den Mitgliedern des Milcherzeugerausschusses der frischli-Milchwerke GmbH)

Niemand hat etwas gegen gerechte Preise !
Niemand hat etwas gegen gerechte Löhne !
Niemand möchte Arbeitsplätze zerstören !
Trotzdem wurde die Margarine erfunden!
Trotzdem werden diese Bilder, wie viele vorher, bald Vergangenheit sein !

Warum wir für den freien Markt sind
(Artikel des Bauernverbandes S-H vom 30.08.2008)

Nachdem wir in dieser Serie die Mengenbegrenzung verworfen haben, Änderungen bei Umrechnungsfaktor und Superabgabe nichts bringen und auch eine Umlage für das Aussetzen der Milcherzeugung fehl läuft,stellt sich die Frage : Was dann? Wir brauchen einen fairen Milchpreis,fordern Milcherzeuger. Gibt es den?

Eine Umlage für die Marktentlastung
(Artikel des Bauernverbandes S-H vom 23.08.2008)

Derzeit sprießen die Ideen nur so aus dem Boden, wie es zu einer nachhaltigen Verbesserung bei den Milcherzeugerpreisen kommen könnte. Die meisten dieser Ideen konzentrieren sich auf eine Reduktion des Angebotes. Einer dieser Vorschläge lautet, die Meiereien sollen eine privatrechtliche Umlage von 0,5 ct je kg Milch einführen. Diese Mittel könnten dann zur Marktentlastung eingesetzt werden. Was ist davon zu halten?

Ein Milchboard - unsere Rettung?
(Artikel des Bauernverbandes S-H vom 16.08.2008)

Die fünf großen Lebensmitteleinzelhändler teilen sich heute 70 Prozent des deutschen Marktes. Allein die Discounter halten einen Marktanteil von 40 %. In diesem Nachfrage-Oligopol gibt der Käufer die Entscheidungen vor, während der Anbieter die Konditionen nur akzeptieren kann. Der Handel mit Lebensmitteln regelt sich heute zum großen Teil über Marktmacht. Angesicht der eigenen Ohnmacht bei der Preisgestaltung träumt mancher Milcherzeuger davon, endlich auf Augenhöhe mit Industrie und Einzelhandel zu verhandeln, indem die Milch in einem Milchboard gebündelt wird. Kann das funktionieren?

Zauberwort: flexible Mengensteuerung
(Artikel des Bauernverbandes S-H vom 09.08.2008)

Im Jahr 2015 ist die Milchquote Vergangenheit. Wenn das Auslaufen der Milchmengenbegrenzung unvermeidbar ist, gibt es dann andere Wege, die Menge zu steuern? Die Milcherzeuger sollten mit einem eigenen Steuerungssystem einspringen, lautet eine verbreitete Forderung unter Milcherzeugern. Auch hier gilt aber: Viele Milcherzeuger halten dagegen, dass man die Mengensteuerung ruhig dem Marktpreis überlassen sollte, wie es bei Schweinen, Gemüse, Kartoffeln schon längst Alltag ist.

Vorschläge für eine "flexible Mengensteuerung" gibt es viele. Sie reichen von einer Fortführung der Milchquote ohne Saldierung über Anlieferbeschränkungen in der Meiereisatzung/Verträgen bis hin zu einem gemeinsamen Mengenmanagement. Wer auf die Mengensteuerung setzt, sollte aber bedenken:

Die Saldierung abschaffen - und was dann?
(Artikel des Bauernverbandes S-H vom 02.08.2008)

Jedes Jahr neu das große Rätselraten: Wie hoch fällt die Superabgabe aus?

Überlieferer hoffen auf die Meiereisaldierung. Ist hier die Luft raus, setzt man auf die Bundessaldierung. Nur der Rest, der nicht untergebracht werden kann, wird mit der Superabgabe in voller Höhe belastet. Europaweit lässt man es in vielen Ländern entspannter angehen. Denn die Milchquote wurde im abgelaufenen Milchwirtschaftsjahr EU-weit netto um rund 2 Mio. t unterschritten. Während Deutschland und sechs weitere EU-Mitgliedstaaten ihre Garantiemengen um insgesamt rund 1,08 Mio. t überlieferten, hinkte die Milchproduktion in den übrigen Ländern um etwa 3 Mio. t hinter der Quote her.

Milchgipfel: Presse zweifelt am Erfolg
(Artikel vom 30.07.2008)
Bundesweit berichtet die Presse über den Berliner Milchgipfel. Allerdings mehren sich die Zweifel an dessen Erfolg. Hier ein Kommentar von Werner Eckert im WDR.

Ach, könnte die Milch doch einfach im Sommerloch versickern, dann gäbe es weniger davon und die Preise gingen endlich hoch. Dann wäre das Sommerloch auch für was gut. So aber hat diese saure Gurkenzeit mit ihrem Nachrichtenhunger nur dafür gesorgt, dass Horst Seehofer auch noch einen wertvollen Beitrag zum Wahlkampf in Bayern leisten konnte.
Änderung der Saldierungspraxis
(Artikel des Deutschen Bauernverbandes vom 25.07.2008)
Nach geltendem EU-Recht müssen in jedem Mitgliedstaat zwingend Überlieferungen mit Unterlieferungen verrechnet werden. National darf von dieser Regelung nicht abgewichen werden. Das heißt: Superabgabe darf nur erhoben werden, wenn die nationale Quote überschritten wird.

Sofern die nationale Quote nicht überschritten wird, darf auch bei Vorliegen von einzelbetrieblichen Überlieferungen keine Superabgabe erhoben werden. Wurde im Zuge der üblichen „Vorauszahlungen“ bereits Superabgabe erhoben, müssen diese Mittel zwingend an die Überlieferer zurückerstattet werden. Wird die nationale Quote überschritten, ist für die entsprechende Überlieferung Superabgabe nach Brüssel zu zahlen...

Der kleine Unterschied: 1,02 oder 1,03?
(Artikel des Bauernverbandes S-H vom 26.07.2008)
Oft wird gefordert, den Umrechnungsfaktor der Milch von Liter in Kilogramm von 1,02 auf 1,03 abzuändern. Damit soll die Milchmenge verringert und so der Markt entlastet werden. Ist das die Lösung der Probleme auf dem Markt?

In Europa gibt es heute mehrere Umrechnungsfaktoren. Deutschland und Dänemark rechnen mit 1,02, Österreich mit 1,025. Das übrige Europa nimmt den Faktor 1,03. Das zeigt schon: Den einen, absolut richtigen Umrechnungsfaktor gibt es nicht....

Was plant die EU bei der Milch?
(Artikel des Bauernverbandes S-H vom 19.07.2008)
Viele Argumente werden derzeit zu (Milch-)Markte getragen, nachdem niedrige Erzeugerpreise die Landwirte bundesweit auf die Straße und vor die Läden getrieben haben.Nach den Aktionen muss es darum gehen, sich eingehend mit den Fakten zu beschäftigen. Denn auchwenn jeder ein Recht auf eine eigene Meinung hat und diese auch äußern soll – ein ebensolches Recht auf „eigene“ Fakten gibt es nicht. In einer Bauernblatt- Serie soll dargelegt werden, wie die Sachlage ist....

Argumente zur Milch
(Artikel des Bauernverbandes S-H vom 02.07.2008)
Nach geltendem Recht (§ 21 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) darf nicht zu Liefersperren aufgefordert werden. Das Kartellamt prüft, ob es in dieser Hinsicht aktiv werden muss. Entscheidend ist aber, dass ein Interessenverband seinen Mitgliedern nie die Entscheidung abnehmen darf, ob sie ihre Erzeugnisse verkaufen oder nicht. Dies ist eine Kernaufgabe des unternehmerischen Landwirts und hier hat Solidarität ihre Grenzen...
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Gerechter Milchpreis oder Marktwirtschaft? - Hintergründe zum “Milchstreik” (Artikel von Georg Keckl vom 04.06.2008) im Ressort Wirtschaft
Beim so genannten “Milchstreik” geht es um mehr als ein Cent mehr pro Kilogramm Milch für Bauern und Verbraucher. Die Situation ist nicht leicht zu erklären. Zu viele tradierte Bilder stehen dem im Wege und zu viele Propagandagemälde ...

Was ist die Steigerung von “Mindestlohn”? Ein gerechter Mindestlohn.
Was ist die Steigerungsform für einen “gerechten Milchpreis”? Gerechte Mindest-Produktpreise für alles.

Über gerechte Mindest-Produktpreise werden dann die gerechten Mindestlöhne, “angemessene” Managergehälter, Handelsspannen, Kapitalrenditen etc. für alle in der Erzeugungs- und Verteilungskette ermöglicht und als privilegierte Besitzstände für lange Zeit gesichert....
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