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Die Meinung unserer Gruppe "Freier Milchmarkt"

Wir meinen zur Milchqoutenregelung:

Die Milchquotenregelung und somit jegliche Mengenregulierung muss schnellstens aufgehoben werden. Die Quote ist seit ihrer Einführung die "Geißel der Milchwirtschaft", weil sie ihre Ziele, die Menge an der Nachfrage festzuschreiben und die Menge in der Fläche zu belassen, nicht erreicht hat...

Wir meinen zur Superabgabe:

Eine Senkung oder sogar die Abschaffung der Superabgabe wäre eine elegante Möglichkeit zur indirekten Entwertung der Milchquote. Es würde gut der Vorbereitung auf die Marktwirtschaft bis 2015 dienen. Gleichzeitig hat es kaum rechtliche Konsequenzen im Vergleich zur Abschaffung der Milchquotenregelung zum jetzigen Zeitpunkt. Auch würde man sich viele juristische Probleme mit dem Einziehen der Superabgabe ersparen. Lesen Sie die Kommissionsbeschwerde gegen die Einziehung der Superabgabe.

Wir meinen zur Politik der EU-Kommission:

Eine klare, lobenswerte Aussage: Die Milchquotenregelung läuft 2015 aus. Wir werden in die Milchmarktwirtschaft entlassen. - Endlich - Trotzdem bleiben noch gut 6 Jahre, um die "Geldvernichtungsmaschine Quote" am Laufen zu lassen. Die stetigen Quotenerhöhungen sind genauso lobenswert, lassen sie uns doch vermehrt an den internationalen Märkten teilhaben, aber sie sind schnell zu ermelken. Dann hängt wieder das Damoklesschwert der Superabgabe über uns...

Wir meinen zur Politik der Bundesregierung und Herrn Minister Seehofer:

Das Bestreben, unsere Verbraucher günstig und qualitativ hochwertig zu ernähren, ist legitim und antiinflationär. Mengenbegrenzungen und Strafabgaben widersprechen aber diesem Bestreben. Niedrige Milchpreise verbunden mit hohen Quotennebenkosten und keine Möglichkeit die Produktion zu erweitern, lässt die Milchbauern zu einem resignierenden aussterbenden Berufsstand werden...

Wir meinen zur Politik unserer Schleswig-Holsteinischer Landesregierung und Herrn Minister v. Boetticher:

Unserem Ministerpräsident Peter Harry Carstensen als ehemaligen Landwirtschaftsschullehrer sollten wir unsere Internetseite einmal empfehlen. Genauso Herrn Minister v. Boetticher, obwohl die Zustimmung zum Quotenausstieg 2015 lobenswert ist...

Wir meinen zur Politik des Bauernverbandes (DBV):

Der Bauernverband agiert seit Jahrzehnten unglücklich. Zu groß ist die Diskrepanz zwischen den verschiedenen Interessen. Gemeint ist hier nicht unbedingt zwischen Ackerbau und Milchviehhaltung, sondern im Milchviehsektor intern.

Der Strukturwandel mit den enormen Quotentransfermengen wurde zum großen Teil über den Bauernverband abgewickelt und beratend begleitet. Quotenabgeber und -unternehmer waren oder sind noch Mitglieder. Doch wessen Interessen wurden vom BV politisch vertreten? Die der aktiven -oder die der aufgebenden Milcherzeuger?

Bis Anfang 2008...

Wir meinen zur Politik des Bundes Deutscher Milchviehhalter (BDM):

Es darf nicht verkannt werden, dass der Milchlieferstopp alle auf uns aufmerksam gemacht hat. Diskussionen über Weg und Ziel sind entbrannt und lassen alle Betroffenen nachdenken. Dabei kommen alle Interessenskonflikte zum Vorschein. Trotzdem ist die Position "Der Gruppe" zum BDM kapp und ablehnend.

  • Der Milchlieferstopp hat, außer zu den obigen Punkten, mehr Schaden als Vorteile gebracht.
  • hat dem Verbraucheransehen aus finanziellen und ethischen Gesichtspunkten geschadet...

Wir meinen zur Molkereistruktur:

Ein hoher Milchpreis hat unumstritten den höchsten Anteil an einer guten Wertschöpfung in der Milchviehhaltung. Auch hier sehen wir ein stetiges Nord-Süd Gefälle. Ein größerer Anteil Privatmolkereien und die Exportchance von Übermengen nach Italien, lassen im Süden höhere Preise zu. Keine Milchprodukte aus Norddeutschland in den Regalen Bayerns, unsere aber voll mit den Marken der südlichen Privatmolkereien, dazu noch Kerry-Gold und BUKO. Das sollte uns zu denken geben....





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